Anleitung
Garndrehung und Zwirnung: Struktur vor der Masche
Lies Garn als Aufbau aus Fasern und Einzelfäden, um Zusammenhalt, Oberfläche, Maschenbild und den Unterschied zwischen Fadenzahl und Stärke zu verstehen.

Drehung hält Fasern zusammen
Spinngarn nutzt Drehung und die entstehende Reibung, um Stapelfasern zu verbinden. Fasern in Richtung der S-Mitte besitzen S-Drehung, jene wie Z entsprechend Z-Drehung. Die Richtung ist kein Qualitätsgrad, kann aber mit Zwirnrichtung und den Bewegungen einer Technik wechselwirken.
Fadenzahl beschreibt Aufbau, nicht Stärke
Zwirn verbindet zwei oder mehr Einzelfäden. Zwei Garne können denselben Enddurchmesser besitzen, obwohl eines einfädig und eines mehrfädig ist, weil die Einzelfäden verschieden fein sind. Die Zahl sagt daher das Garngewicht nicht zuverlässig aus. Zwirnung kann Gleichmäßigkeit und Drehbalance verbessern; runde Mehrfachzwirne zeigen Strukturmaschen häufig klar. Ein weich gedrehter Einzelfaden blüht, scheuert oder spaltet aber leichter.
Prüfe das benötigte Verhalten
Drehe ein kurzes Ende nur zur Strukturprüfung auf. Fertige dann eine Probe mit vorgesehenem Haken, Nadeln oder Stickstich. Beobachte Spaltung, Schräglauf, Abrieb, Fall und Licht auf Erhöhungen. Wasche vor dem Urteil über Volumen und Balance.
