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Anleitung

Maschenprobe misst Stoff – sie ist kein Versprechen der Nadelstärke

Verstehe, warum gleiche Nadeln und Garne unterschiedliche Maße ergeben und wie eine fertige, repräsentative Probe ein Diagramm verlässlich macht.

Miss das Gestrick, das du wirklich herstellst

Die Maschenprobe erfasst Maschen und Reihen über eine bekannte Strecke, meist 10 cm. Die Nadelstärke ist nur ein Einfluss. Faser, Garnaufbau, Muster, Arbeit in Reihen oder Runden, persönliche Bewegung und Waschen verändern das Ergebnis.

Fertige eine repräsentative Probe

Verwende Projektgarn, Muster, Werkzeug und Arbeitsweise. Stricke größer als der Messbereich, damit Randmaschen die Zählung nicht verzerren. Behandle die Probe wie das fertige Projekt, lass sie ruhen und miss mehrere mittlere Bereiche ohne Dehnung. Notiere Maschen- und Reihenzahl, Nadeldurchmesser und Griff.

Passe anhand der Messung an

Zu wenige Maschen auf der Zielbreite bedeuten zu große Maschen: probiere eine kleinere Nadel. Zu viele bedeuten zu kleine Maschen: probiere eine größere. Der Zusammenhang ist nicht exakt linear, deshalb muss auch die neue Probe fertig behandelt werden. Die Reihenprobe zählt überall, wo Formgebung nach Reihen erfolgt.

Die Abbildung hält die Breite fest und verändert die Maschenzahl.

Instructional drawing showing a central gauge measurement before and after a knitted swatch is washed and relaxed

Interaktive Abbildung

So verändert die Maschendichte den Stoff

Verschiebe den Regler, um dieselbe Breite von 10 cm mit verschiedenen Maschenzahlen zu vergleichen. Mehr Maschen ergeben kleinere Schlaufen und eine dichtere Fläche.

20 Maschen auf 10 cm
Ausgewogene Maschenprobe: mittlere Schlaufen in gleichmäßigem Rhythmus.