Anleitung
Vorstich, Rückstich und Stielstich: Fadenwege im Vergleich
Verfolge den Faden über und unter dem Grund für eine unterbrochene, geschlossene oder seilartige Linie.

Ähnliche Konturen nutzen andere Wege
Der Vorstich wechselt Faden auf der Oberfläche und hinter dem Grundstoff. Gleiche Stich- und Lückenlängen ergeben eine regelmäßige unterbrochene Linie; bewusste Variation schafft Rhythmus. Beim Rückstich kommt die Nadel voraus nach oben und kehrt zum vorherigen Endpunkt zurück. Die Oberflächensegmente treffen sich zu einer fast durchgehenden Kontur.
Überlappung prägt den Stielstich
Jeder neue Stielstich beginnt ein Stück entlang des vorherigen. Bleibt der Arbeitsfaden konsequent auf derselben Seite, ordnen sich die Überlappungen zu einer seilartigen Kante. Verkürze Stiche in engen Kurven; lange Stiche schneiden Ecken ab. Ein Wechsel der Fadenseite verändert die gedrehte Wirkung.
Nach Linie und Rückseite wählen
Vorstich ist sparsam und beweglich, lässt aber Lücken. Rückstich eignet sich für Schrift und klare Konturen, führt jedoch mehr Faden rückseitig. Stielstich bildet eine vollere Richtungskurve. Teste Linienbreite mit echter Strangzahl und Grund: Eine Dichte, die auf festem Leinen sauber wirkt, kann leichten Stoff kräuseln. Die Grafik trennt Oberflächen- und Rückweg.

Interaktive Abbildung
Verfolge den Fadenweg bei drei Linienstichen
Durchgezogener Faden liegt auf der Oberfläche; gestrichelter Faden verläuft hinter dem Grundstoff.